Tschernobyl - Tag 2

28. April 1986, gegen 9:00 Uhr:
Im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark 100 km nördlich von Stockholm geben Techniker Strahlungsalarm. Über 14mal höhere Radioaktivitätswerte als normal werden gemessen. Kraftwerksleiter Karl Erik Sehlstedt verfügt Alarmstufe 2, die Bevölkerung wird benachrichtigt, das Kraftwerk wird evakuiert.

Dann treffen aus anderen Gegenden ähnlich hohe Meßwerte ein. Schnell wird den schwedischen Experten klar, daß die Quelle der Radioaktivität nicht in Skandinavien zu suchen ist. Der Wind kommt aus südöstlicher Richtung - aus der Sowjetunion.

Als Quelle wird ein Atomkraftwerk im Raum Kiew vermutet - es trägt den Namen Tschernobyl.

Die schwedische Energieministerin Dahl beschuldigt die Sowjetunion, einen Reaktorunfall zu verheimlichen. Erst dementieren deren Behörden alles.


28. April 1986, gegen 21:00 Uhr:
Das Moskauer Fernsehen sendet eine Erklärung des Ministerrates der UDSSR, die gleichzeitig über die sowjetische Nachrichtenagentut TASS verbreitet wird:

"Im Atomkraftwerk Tschernobyl hat sich ein Unfall ereignet. Ein Reaktor wurde beschädigt. Maßnahmen zur Beseitigung der Unfallfolgen werden ergriffen. Den Geschädigten wird Hilfe geleistet. Eine Regierungskommission ist gebildet worden."

Chronologisch: